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   Den Sitz des Museums für
     Geschichte der Stadt Katowice

bildet ein am Anfang des XX Jahrhundedersts gebautes bürgerliches Mietshaus. Es sollte den Menchen mit ihren Gewohneheiten und Leidenschaftlichkeiten im Alltag einen Schutz gewähren. Heute ist es ein Haus, in welchem wir alles das, was nach unseren Vorfahren geblieben ist, mit Fürsorge behandeln, um unsere Grossväter, Urgrossväater und sogar Ururgrossväter verstehen zu können. Und damals, so wie heute, interessierte sich jemand für Politik, jemand anders für Sport. Der eine sammelte Kunstgegenstände, der andere photographierte seine Familie. Das Leben dieser Menchen mit ihren Vorlieben bildetdie Geschichte unserer Stadt, welche öfters auf eine seltsame Weise auf uns Einfluss ausübt, die Geschichte, die auch wir für die nächsten Generationen entwickeln. Das Museum ist ein offenes Haus, wo jeder etwas für sich finden kann. Von dem polnischen Schriftsteller der Renaissance Miko³aj Rej stammen die Worte: "Und sollen uns das alle Nachbarländer gönnen: Polen sind keine Gänse, weil sie schreiben können".


              Auch die Einwohner von Katowice sind keine Gänse und dies kann die Geschichte ihrer Stadt bewisen. Wir laden also vor allem zu der Dauerausstelung
"Die Geschichte der stadt Katowice 1299-1990" ein. In unserer Sammlung befinden sich die mit der Geschichte der Stadt Katowice und ihrer Umgebung verbundenen wertvollen Dokumente, wie zum Beispiel der im Jahre 1827 aufgenommene "Recess über die Eigenthumus-Verleihung und Dienstablösung der spannpflichtigen Gaertner zu Kattowitz", die Handschrift eines Fragments der Oper "Cassanova" von Ludomir Ró¿ycki, Andenken an Wojciech Korfantyund anandere Politiker und Ereignisse aus der Zeit der oberschlesischen Aufstände und des Plebiszits und auch aus späteren Zeiten.


Eine reiche etnographische Sammlung
zeugt von der spezifischen plebejisch-städtschen Kultur Oberschlesiens, indem sie den Alltag der einfach Menschen vor 20, 50 und 100 Jahren darstellt. Zum Forschungskreis unseres Museums gehört auch die geschichte des schlesischen Sports. Wir besitzen sowohl alte Sportartikel, als auch Auszeichnungen, Medaillen, Pokale und Dokumente des "Sokó³"-Turnvereins.


2 portrety Witkacego Für die Schönheitsliebhaber haben wir sehr interessante Vorschläge. Vor allem befinden sich bei uns die Porträts der Autroszaft von Stanis³aw Ignacy Witkiewicz (Künstername Witkacy). Es ist eine Sammlung von 30 bildern, darunter 26 von nur einem Modell, der berühmten "Asymmetrischen Dame". Wir haben auch Seltenheiten - die Zeichungen von Konrad Swinarski, auch Situations-und Personenstudien samt Bühnenentwürfe dieses bedeutenden Regisseurs und Bühnenbildners. In der reichen Sammlung der Graphik-Arbeitsstelle befinden sich unter anderem Holzschnitte von Pawe³ Steller. In die ehemalige, heimische


      Atmosdhäre bei unsere Grossmutter und Urgrossmutter führt uns eine äusserst schöne Dauerausstellung "In den Innenräumen des Bürgerhauses in Katowice 1865-1939" ein. In einem achten Bürgerhaus wurde hier die Ausstattung zweier Wohnungen wiederhergestellt. Die erste zeigt den Lebensstiel der damaligen Mittelklasse, die zweite dagegen, zwar von derselben Funktion aber doch mit viel Überfluss, gehörte dem reichen Bürgertum.


Jerzy Duda Gracz       Um das Haus schön zu gestalten brauchte man ein ausgezeichnetes Kunsthandwerk. Das Porzellan der Firma Giesche ist in unserer Sammlung besonders beachtenwert. Unser Museum bleibt offen auch für moderne Kunst. Wir sammeln und präsentiren Werke der aus unserer Stadt stammenden oder in unserer Stadt wirkenden bildenden Künstler. Zwischen diesen befinden sich sowohl die älteren, erhfarenen und anerkanten, wie Henryk Waniek, Jerzy Duda-Gracz, Andrzej Urbanowicz, Urszula Broll, als auch die jungen, die sich am Anfrang ihrer künstlerischen Laufbahn befinden. Unsere Galerie stellt jeden Monat einen anderen Künstler vor.

       Vor dem II Wertkrieg hat es in schleisen mehr Photoateliers gegeben als heutzutage. Das Museum für Geschichte der Stadt Katowice hat eine eindrucksvolle Archivphotokollektion von über 50 tausend Stück angesammelt. Es gehören dazu Bilder, Glasnegative, Zelluloidnegativeund Diapositive. Sie sind bildschöne Zeugnisse der vergangenen Zeit: von den Aufnahmen bei dem Namenstag der Tante oder bei der Goldhochzeit des Grossvaters und der Grossmutter durch das Ehephoto einer Kusine bis zu den Photogradhien der damaligen Werkanalagen, Aufnahmen wo Militäaparaden, politische Reden oder zum Bespiel der Einmarsch des polnischen Militärs in Schlesien im Jahre 1992 oder der Roten Armee im Jahre 1945 festgehalten worden sind. Auf der eine seite also ein schlesisches Familienalbum, auf der anderen - Photographien aus der komplizierten, noch heute recht grosse Emotionen auslösenden, politischen Geschichte Schlesien. Wir besitzen unter anderem ungefähr 26 tausend Photos und Negative der Autorchaft des Józef Dañda - eines der hervorragenden polnischen Photographen in der Zwischenkriegszeit - Schülers von Jan Bu³hak. Einen grossen Teil unserer Sammlung bildet die zeitgenössische Kunst - und Dokumentarphotographie. Wir sammlen auch Photoartikel aus den altenZeiten, wie Balgenkameras verschiedener Art und Vorkriegs - Stereoskopiegeräte. Die reizenden alten Feiertags-,Neujahrs-, Namenstags- und Geburtstagspostkarten oder Postkarten aus dem Militär-Themenkreis gehören auch zu unserer Sammelleidenschaft

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